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Geschichte des BSV e.V.
Im Januar 1990 fand in Dranse bei Wittstock die
Gründungsversammlung des Brandenburgischen Schaustellerverbandes e.V.
"Sanssouci" Sitz Potsdam statt. Daran waren 98 Schausteller und ihre
Familienangehörige aus den damaligen Bezirken Potsdam und Frankfurt/Oder
beteiligt. Am 7.3.1990 fand dann in Wittbrietzen die feierliche Unterzeichnung der Gründungssatzung statt.
Aus dem Kreise der Schausteller wurden Günter Noack zum 1. Vorsitzenden und
6 weitere Vorstandsmitglieder gewählt. Einer von ihnen war Thomas Müller,
der seither im Vorstand tätig ist. Der Verband wurde kurz darauf in das
Vereinsregister in Potsdam eingetragen und in den Deutschen Schaustellerbund
e.V. aufgenommen.
Mit Spenden der Verbandsmitglieder und unterstützt durch Kollegen aus Bonn
konnte der noch junge Verband sich eine Verbandsfahne anschaffen. Die Fahne
wurde am 20.01.1992 durch den damals für Ostdeutschland zuständigen
Schaustellerpfarrer Klaus Biehl geweiht.
Am 28.01.1994 wurde Hans-Georg Müller, der auch schon dem Gründungsvorstand
angehörte, zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hatte er 10 Jahre
erfolgreich inne. In diese Zeit fielen unter anderem die Erhaltung der
Volksfeste in Potsdam und die Schaffung des Festplatzes im Neuen Lustgarten,
ferner die Übernahme der Frühlings- und Herbstfeste in Brandenburg/Havel und
deren Neubeginn in Frankfurt/Oder. Hans-Georg Müller gab sein Amt wegen
Krankheit ab.
Am 10.02.2004 wurde Wolfgang Sendler zum 1. Vorsitzenden gewählt. Plötzlich
und unerwartet verstarb er am 23.11.2005. Zu seinem Nachfolger wurde am
10.02.2006 Thomas Müller gewählt.
Der Verband hat gegenwärtig 43 Mitglieder, darunter noch 25
Gründungsmitglieder und weitere 9 Kolleginnen und Kollegen, die auf eine über
10-jährige Mitgliedschaft zurückblicken können.
Die Geschäftsstellenarbeit übten seit der Gründung Frau Vera Gesche und ihr
Ehemann Franz aus. Zum 1. April 2005 übernahm Harald Wilbertz die
Geschäftsstellentätigkeit und wurde zum Geschäftsführer bestellt.
Der Vorstand bemüht sich, bei den Entscheidungsträgern der Städte und
Gemeinden sowie auf Landesebene die Volksfeste zu erhalten, um die
Arbeitsplätze der Schausteller zu sichern. Hierzu gehören auch einheitliche,
tragbare gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Darüber hinaus
vermittelt der BSV Fachwissen an seine Mitglieder und fördert deren Aus- und
Weiterbildung.
Bis heute läßt sich das Schaustellergewerbe mit seinen Besonderheiten und
Erschwernissen, aber auch seiner großartigen sozialen Aufgabe mit anderen
Gewerbezweigen kaum vergleichen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl im
Schaustellergewerbe ist sicher einmalig, vergleichbar dem einer Familie -
mit all den Höhen und Tiefen des Familienlebens. Der Schaustellerberuf mit
all seiner Tradition wird von Generation zu Generation weitergegeben.
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